Die schönsten Zitate von Arthur Schopenhauer

Kategorie: Zitate

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer gehört zu den bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts und hat einige kluge Dinge gesagt.

Arthur Schopenhauers Position des “Subjektiven Idealismus” vertritt als erste Philosophie im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein unvernünftiges Prinzip zu Grunde liegt. Fragen der Ethik, Ästhetik und Metaphysik sind zentrale Elemente von Schopenhauers Texten. Er sieht sich in seinen Ausführungen in der Tradition von Immanuel Kant und bezieht sich darüber hinaus auf Platons Ideenleere sowie die östliche Philosophie. Eine Sammlung Schopenhauers schönster Zitate gibt es hier:

  • Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.
  • Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
  • Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.
  • Das Neue ist selten das Gute, weil das Gute nur kurze Zeit das Neue ist
  • Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage:in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.
  • Für eine gelungene Rede gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.
  • Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.
  • Der Wechsel allein ist das Beständige.
  • Düsterer Pessimismus? Das Gegenteil anzunehmen wäre ruchloser Optimismus.
  • Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.
  • Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.
  • Aller Eigensinn beruht darauf, dass der Wille sich an die Stelle der Erkenntnis gedrängt hat.
  • Dass die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, dass sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann. Nun läuft aber alle analysis finitorum et infinitorum im Grunde doch auf Rechnerei zurück. Danach bemesse man den “mathematischen Tiefsinn”.
  • Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer.
  • Wer etwas Sagenswertes zu sagen hat, braucht es nicht in preziöse Ausdrücke, schwierige Phrasen und dunkle Anspielungen zu verhüllen; sondern er kann es einfach, deutlich und naiv aussprechen, und dabei sicher sein, dass es seine Wirkung nicht verfehlen wird.
  • Ganz ehrlich meint ein jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.
  • Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit; bei großen Talenten ist sie Heuchelei
  • Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.
  • Die Wilden fressen einander – die Zahmen betrügen einander.
  • Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen.
  • Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.
  • Wer sich die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen vorstellt, wird stets ihre Beute.
  • Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt.
  • Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tür und Tor öffnen, denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.
  • Jede Nation spottet über die anderen, und alle haben recht.
  • All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.
  • Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.
  • Höflichkeit ist Klugheit, folglich ist Unhöflichkeit Dummheit.
  • Wir sollten stets eingedenk sein, dass der heutige Tag nur einmal kommt und nimmer wieder.
  • Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Stern-Teleskop im Theater.
  • Die Perfektion der Mittel und die Verwirrung der Ziele – das scheint unsere Zeit zu charakterisieren.
  • Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck.
  • Das Leben kann als ein Traum angesehen werden und der Tod als Erwachen.
  • Inmitten eines beschränkten Volkes wird ein Genie zum Gott: Jedermann betet es an, und niemand tut was es will.
  • Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im wesentlichen dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.
  • Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.
  • Auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.
  • Wie man, auf einem Schiffe befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, dass Leute von immer höhern Jahren einem jung vorkommen.
  • Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er nach längerer Zeit als selbstverständlich gilt.
  • Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.
  • Man lernt dann und wann etwas, aber man vergisst den ganzen Tag.
  • Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muss, um zu beweisen, dass er tüchtig ist, aber nur einen Fehler begehen braucht, um zu beweiesen, dass er nichts taugt.
  • Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt.
  • Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: es mag zwar nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens.
  • Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen.
  • Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
  • Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.
  • Dass mir der Hund das Liebste ist,
    sagst Du oh Mensch sei Sünde,
    doch der Hund bleibt mir im Sturme treu,
    der Mensch nicht mal im Winde.
  • Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.
  • Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf: wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.
  • Man gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.
  • Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.
  • Was mir allein schwer fällt zu verlassen, ist meine eigene und die öffentliche Bibliothek. Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt.
  • Man muss denken wie die Wenigsten und reden wie die meisten.
  • Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Recht haben.
  • Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.
  • Ich glaube, wenn der Tod unsere Augen schließt, werden wir in einem Lichte stehen, in welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.
  • Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
  • Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.
  • Eine schwere Aufgabe ist freilich die Höflichkeit insofern, als sie verlangt, dass wir allen Leute die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen.
  • Lesen heißt,mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken.
  • Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn.
  • Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kinder vor dem 15. Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird von ihr was zu hoffen sein.
  • Viel zu viel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn.
  • Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt.
  • Ich weiß mir kein schöneres Gebet, als das, womit alt-indische Schauspiele schließen: “Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben”.
  • Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit.
  • Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.
  • Viel leichter ist Widerlegen als Beweisen – Umwerfen als Aufstellen.
  • Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedenken sei, ist eine geradezu empörende Barbarei des Abendlandes. Die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.
  • Der schlimmste Missbrauch ist der Missbrauch des Besten.
  • Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, dass jeder sie verstehen muss.
  • Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollständige Ästhetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.
  • Die Menschen sind wesentlich böse, wesentlich unglücklich, wesentlich dumm.
  • Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.
  • Es ist nicht genug, dass man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muss auch verstehen können, wenn sie aussagt.
  • Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.
  • Mein unerschütterliche Glaube an die Dummheit des Tieres Mensch hat mich nie enttäuscht und ist mir im Lauf des Lebens oft zustatten gekommen.
  • Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen.
  • Man lasse den guten Gedanken nur den Plan frei: Sie werden kommen.
  • Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.

Similar Posts: