Zitate von Bertolt Brecht

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Bertolt Brecht gehört zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern und Dramatikern. Seine bekanntesten Stücke sind wohl „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Die Dreigroschenoper“. Er war derjenige, der das epische bzw. dialektische Theater begründet hat.

Bertolt Brecht – Die Biografie

Bertolt Brecht, der mit bürgerlichen Namen Eugen Berthold Friedrich Brecht hieß, wurde am 10. Februar 1898 als erster Sohn der Familie in Augsburg geboren. Ab 1908 besuchte der junge Brecht das Realgymnasium zu Augsburg, in dem er 1917 – aufgrund der Umstände des ersten Weltkrieges – ein Notabitur ablegte.

Über seine Schulzeit schreibt er: „Die Volksschule langweilte mich vier Jahre. Während meines neunjährigen Eingewecktseins an einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern. Mein Sinn für Muße und Unabhängigkeit wurde von ihnen unermüdlich hervorgehoben.“

Sein dichterisches Talent erkannte er schon früh. So war er Autor, Redakteur und Herausgeber der Schülerzeitung „Die Ernte“ und veröffentlichte 1914 die „Augsburger Kriegsbriefe“.

1916 lernt er seine Jugendliebe Paula Banholzer kennen. Aus dieser Beziehung ging später sein Sohn Frank hervor. Frank Banholzer starb jedoch 1943 bei einem Sprengstoffanschlag.

Von 1917 bis 1918 studierte Bertolt Brecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München Medizin, Philosophie und Literatur. Nach seinem Einsatz als Militärkrankenwärter im ersten Weltkrieg nahm er sein Studium 1919 wieder auf. Jedoch besuchte Brecht die Vorlesungen nur noch selten und wurde 1921 schließlich sogar exmatrikuliert. Von 1921 bis 1922 war Brecht zwar an der Philosophischen Fakultät in Berlin eingeschrieben, jedoch nahm er das Studium nie auf.

In den 1920er Jahren hatte Bertolt Brecht nämlich viele andere Dinge im Kopf als sein Studium. So machte er beispielsweise Bekanntschaft mit Karl Valentin,  dem Autor Lion Feuchtwanger, Arnolt Bronnen oder Carl Zuckmayer, die seine spätere Arbeit sehr beeinflussten.

1922 lernte er die Opernsängerin Marianne Zoff kennen, die ihm 1923 seine Tochter Hanne gebar. Da Bertolt Brecht durch seine Arbeit viel zwischen Berlin und München pendelte, lernte er 1924 zudem die Schauspielerin Helene Weigel kennen, die ihm seinen zweiten Sohn Stefan und seine zweite Tochter Barbara schenkte.

In dieser Zeit bekannte sich Bertolt Brecht zum Kommunismus und verfolgte mit seinen Werken nun zunehmend politische Ziele. Diese Einstellung brachte ihm jedoch keine Freunde und so wurden seine Stücke  ab den 1930ern von den Nationalsozialisten verboten und seine Bücher sogar verbrannt.

Daraufhin flüchtete Brecht mit seiner Familie über Prag, Wien und Zürich nach Paris. 1935 wurde ihm schließlich sogar die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Es folgte eine intensive Schaffenszeit, die durch Umzüge nach Dänemark, Schweden und Finnland kurz unterbrochen wurden.

In den 1940er Jahren zog er mit seiner Familie nach Santa Monica in Kalifornien. In den USA wurde er schnell zum „Staatsfeind Nummer 1“, da man ihn verdächtigte, einer kommunistischen Partei anzugehören. 1947 verließ er mit seiner Familie die USA. Er wohnte erst wieder in Paris, Zürich und später in Salzburg.

Ende der 1940er Jahre kehrte er nach Deutschland zurück und fand sein neues Zuhause in der DDR, wo er sich sehr wohlfühlte. Am 14. August 1956 starb Bertolt Brecht in der Chausseestraße 125 in Berlin.

Weitere Zitate von Bertolt Brecht:

  • „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“
  • „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“
  • „Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.“
  • „Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.“
  • „Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse.“

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