William Shakespeare Zitate: Schwachheit, dein Name ist Weib!

William Shakespeare ist eigentlich gar nicht der größte englische Schriftsteller. Es wird Zeit, dass die Krauts mal einen Film über Chaucer hollywoodesque aufbereitet bekommen. Bis es soweit ist, bleiben wir aber bei der Nummer zwei. Shakespeare war ja auch nicht übel und Jan Ullrich schon immer sympathischer als Lance Armstrong.

Obwohl der Vergleich natürlich hinkt, war doch Shakespeare derjenige, der frei und frohen Mutes fremde Hilfe unter dem eigenen Namen vertrieb. Womit bewiesen wäre, das die Verfasserin des Textes leider knapp am Niveau der großen englischen Männer vorbei geschrammt ist.

Shakespeares Zitate würde man heute mit Wikiplag scannen

Shakespeare musste ein Leben ohne Internet ertragen, seine Facebookseite wurde erst im 21. Jahrhundert erstellt, sehr zum Missfallen vieler Geschichtswissenschaflter. So ranken sich viele Legenden, belegt ist, dass er sich anmaßte, Gedichte zu schreiben, obwohl er nie eine Universität besucht hat! Ein Skandal im damaligen London, der Robert Greene 1592 dazu bewog, Shakespeare einen Text zu widmen, der ihn als “Wannabe” deklarierte:

“Denn es gibt eine emporgekommene Krähe, fein herausgeputzt mit unseren Federn, die mit ihrem Tigerherz, in einem Schauspielergewand versteckt, meint, Blankverse ausschütten zu können wie die Besten von euch; und als ein absoluter Hans-Dampf-in-allen-Gassen kommt er sich als der einzige Theater-Erschütterer im Land vor.”

Shakespeare als Hofdichter und PR-Meister

Heutzutage wäre das wahrscheinlich eine großartige PR Idee. Er war wohl zu dieser Zeit schon relativ bekannt, zog mit Schauspieltruppen umher, damals noch ein wahrer Akt der Rebellion, und wurde nach der Thronbesteigung von Jakob I. fest angestellt.

Er schrieb die Stücke für die Truppe, spielte selbst auch mit und konnte sich großen Erfolgs erfreuen.Es war üblich, alte Stücke umzuschreiben und wiederzuverwenden, ohne Guttenberg und Wikiplag im Nacken hat das damals sicherlich alles viel mehr Spaß gemacht als heute. Jedenfalls hat er viel geschrieben, ist berühmt geworden und war auch ein guter Geschäftsmann, er konnte sich Mitbesitzer des Globe Theatre nennen. Das wurde nach dem Zerfall rekonstruiert von modernen Geschäftsmännern und spühlt auch heute noch Geld in die Kassen. Er starb mit schon 52 Jahren 1616 in Stratford, wo er auch geboren wurde. Allerdings mit sehr viel mehr Geld, Ruhm, Einfluss und Familiensiegel. Nun zu den Zitaten:

  • Als erstes lasst uns alle Anwälte töten! Heinrich VI.
  • Ach, deine Augen droh’n mir mehr Gefahr als zwanzig ihrer Schwerter. Blickst du mich aber freundlich an, so bin ich gegen ihre Rachsucht gestählt. Durch ihren Hass zu sterben wäre mir jedoch besser, als ohne deine Liebe ein verhaßtes Leben weiterzuleben. Romeo und Julia
  • Am meisten Unkraut trägt der fetteste Boden. Heinrich IV
  • Denn Mädchen sind wie Rosen: kaum entfaltet, ist ihre holde Blüte schon veraltet. Was ihr wollt
  • Die Welt ist meine Auster. Die lustigen Weiber von Windsor
  • Durch zerlumpte Kleider sieht man die kleinsten Laster. Lange Röcke und Pelzmäntel verbergen alles. König Lear
  • Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd! Richard III.
  • Schwachheit, dein Name ist Weib! Hamlet
  • Ungeduld begleitet wahre Leiden. Heinrich VI
  • Wer stets zu Haus bleibt, hat nur Verstand fürs Haus. Die beiden Veroneser
  • Wenn Musik die Nahrung der Liebe ist, so spielt fort. Was ihr wollt
  • Ihr, die ihr nicht nach Aussehn wählt, // Wagt und wählt, was wahrhaft zählt. Der Kaufmann von Venedig
  • Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Der Kaufmann von Venedig
  • Mehr Inhalt, weniger Kunst! Hamlet
  • Weinen kann ich nicht, aber mein Herz blutet. Ein Wintermärchen
  • Es ist mehr Würde in großmüthiger Vergebung als in Rache. Der Sturm
  • Leicht wird ein kleines Feuer ausgetreten, das – erst geduldet – Flüsse nicht mehr löschen. Heinrich VI
  • Mein Mund soll meines Herzens Bosheit sagen, // Sonst wird mein Herz, verschweig’ ich sie, zerspringen: // Und ehe das geschehe, will ich frei // Und über alles Maß die Zunge brauchen. Der Widerspenstigen Zähmung
  • Es war die Nachtigall und nicht die Lerche. Romeo und Julia

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